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Der
Pfennigbasar macht wieder Unmögliches möglich
Noch heute und verkauft der Deutsch-Amerikanische Frauenclub
im Bürgerhaus Emmertsgrund allerlei Ausrangiertes für einen guten
Zweck.
Es ist ein Bild wie früher beim Schlussverkauf: Eine Menschentraube
wartet vor einer Eingangstür auf Einlass. Dies allerdings nicht
vor einem Kaufhaus, sondern vor dem Bürgerhaus Emmertsgrund. Dort
eröffnete am Donnerstag der Pfennigbasar, den der Deutsch-Amerikanische
Frauenclub seit 1960 veranstaltet.
Einige Schnäppchenjäger haben zum Warentransport den "Trolley"
mitgebracht. Inzwischen geht drinnen die offizielle Eröffnung über
die Bühne. Ein US-Fernsehteam ist vor Ort, um das Ereignis im Bild
festzuhalten. Zwischendurch wird die amerikanische Club-Vorsitzende,
Polyxeni Combs, zum Interview vor die Kamera gebeten. Ein Torten-Anschnitt
gehört ebenfalls zum Programm. Schließlich feiert mit Micheline
Motke eine Frau der ersten Stunde Geburtstag. Ehrenpräsidentin Gladys
Fischer gratuliert und die Gäste stimmen das "Happy Birthday"
an.
Dass mit dem Pfennigbasar einmal mehr das Unmögliche möglich
gemacht wurde, erklärt die deutsche Vorsitzende Gill Göritz in ihrer
Begrüßung. Schließlich hatten im Vorfeld der Aktion an die 150 Frauen
alle Hände voll zu tun. Kleiner Wermutstropfen: Nicht alle gespendeten
Artikel sind auch verkaufsfähig. Deshalb steht bei der Anlieferung
gleich ein Müllcontainer bereit, den die Stadt dann kostenlos abtransportiert.
Bezüglich der Elektroartikel übernimmt der Deutsch-Amerikanische
Frauenclub übrigens keine Garantie. Der Umtausch ist ausgeschlossen.
Man sollte das Gerät beim Kauf also doch vorsichtshalber an die
nächste Steckdose anschließen. "Schalter wackelt, muss fester
gemacht werden, kocht aber noch" lautet die Aufschrift auf
einem Zettel, der an einem Wasserkessel klebt. Ein nettes Bild bietet
das Sammelsurium von Bügeleisen. Möglicherweise haben einige davon
ja schon Sammlerwert. So wie das alte Radio auf einem der Verkaufsstände.
Brandneu: Der Kunstkalender für das Jahr 2005, der zwischen Postkarten
auf dem Büchertisch liegt. Dort ist auch "Das Schlossfräulein
von Meersburg" zu finden. Es geht um das Leben der Schriftstellerin
Annette von Droste-Hülshoff. "Weihnachten 1953 - Deine Eltern"
steht auf einer der ersten Seite geschrieben.
Im Saal des Bürgerhauses türmen sich bereits jede Menge Korbwaren.
Ein Puppenhaus mit Teilen des Mobiliars und allerlei Krimskrams
wird für 25 Euro angeboten. Ansonsten ist der Preis für Waren aller
Art eher Verhandlungssache. Will heißen: Die Clubmitglieder setzen
ihn zunächst "aus dem Bauch heraus" fest. Eine potenzielle
Kundin bestätigt allerdings, dass sie beim Pfennigbasar schon "tolle
Textilien" zu äußert günstigen Preisen erworben habe.
Dem Grußwort von CDU-Stadträtin Kristina Essig ist zu entnehmen,
dass sie den Basar für eine hervorragende Sache hält. Zum einen,
weil dort preisgünstiges Einkaufen möglich sei, zum anderen, weil
der Erlös stets einem gemeinnützigen Zweck zugute komme. Für sie
ist das ein Zeichen von Mitgefühl und Verantwortungsbewusstsein.
Auch Colonel Rush spricht anerkennende Worte, ehe der Pfennigbasar
mit dem Durchschneiden eines Bandes startet.
Karin Katzenberger-Ruf am 30.10.2004 auf www.rnz.de
Tennis
Abschied und Neuanfang/Farewell and New Beginning
Unser Tennisteam 2003/2004
 Wendy/Gesa/Poly/Bärbel/Ingrid/Cari/Ingrid/Karin/Ulrike/Miriam/Inge/Leah Es fehlen: Christine/Karin/Romy/Ursula
Massenstart - Basar 2003
"Pfennig-Basar", ein Zauberwort,
das muss die Kauflust wecken-
am besten ist man selber dort,
um Schnäppchen zu entdecken.
Was man entdeckte erst einmal,
war heftiges Gedränge
in einem brechend vollen Saal
der Schnäppchenjäger-Menge.
Was auf den Tischen aufgetischt,
war sicher zum Entzücken,
doch zugemauert - man sah nischt,
nur die Besucher-Rücken.
Im Grunde ist der Emmertsgrund
,ne städt'sche Rand-Erscheinung,
jetzt wurd er Zentrum, nach Befund
der Billig-Käufer-Meinung.
"Dagegen war es früher leer",
so stöhnt ein Ärgerlicher,
"es treibt die Not die Menschen her!"
Da übertreibt er sicher.
Es war wohl mehr die Sparsamkeit,
ganz wenig zu berappen,
für viele auch Gelegenheit,
Gelegenheit zu schnappen.
Ich wollte auch ja nur mal sehn,
ob da was Originelles,
vielleicht an Nippes, zu erstehn,
was Individuelles.
Man kam kaum durch, es war kurios,
die Stände dicht umlagert,
ich habe, weil es aussichts-los
mir jeden Wunsch versagert.
Doch kurz vorm Ausgang hab ich dort,
wo Sichtbares vorhanden,
ganz zufällig - auf Ehrenwort-
was Schönes noch erstanden.
Nicht secondhand! Aus erster Hand,
drum gut erhalten eben,
das war's, was ich für'n Euro fand,
ich nahm's ohn Widerstreben.
Der Streuselkuchen, hausgemacht,
die sechs bis sieben Häppchen
nach der verlornen Einkaufsschlacht,
das war ein echtes Schnäppchen!
Busse, RNZ vom 15.3.2003, www.rnz.de
Einkaufen
mit Euro, Pfennige in die Spendenbox
43. Pfennigbasar gestern am 1.3.2002 auf dem Emmertsgrund eröffnet
- Andrang war wieder überwältigend - Verkauf noch bis einschließlich
Samstag
Foto: RNZ
Achtung: "Hier gibt es reizende Wäsche", signalisiert
die bunte "Schaufensterauslage" (r.) - eine praktische
Orientierungshilfe im allgemeinen Getümmel des Pfennigbasars im
Bürgerhaus auf dem Emmertsgrund. Der Deutsch-Amerikanische Frauenclub
ist wieder bestens gewappnet und auf den Andrang der Schnäppchenjäger
vorbereitet. Fotos: Kresin
v.h. Es war die 43. Vorstellung und schon wieder eine Premiere
für den Deutsch-Amerikanischen Frauenclub. Nach fast einem halben
Jahrhundert wurde gestern - am letzten Tag der D-Mark - auch beim
Pfennigbasar der Euro als Zahlungsmittel eingeführt. Trotz der neuen
Währung wird der bewährte Name aber nicht leichtfertig über Bord
geworfen. "Es bleibt beim Pfennigbasar, weil Euro- oder Cent-Basar
einfach nicht so gut klingt", erklärte die deutsche Clubpräsidentin
Ingeborg Gesänger gestern bei der Eröffnung des 43. Pfennigbasars
im Bürgerhaus auf dem Emmertsgrund.
Flexibel, wie die Damen nun mal sind, haben sie vorgesorgt.
Jeder, der möchte, kann auf der dreitägigen Veranstaltung dennoch
seine letzten "Pfennige" loswerden. Hierfür wurde extra
gleich beim Eingang eine Spendenbox aufgestellt.
Die fand gestern beim ersten Ansturm freilich überhaupt keine
Beachtung. Hunderte von Kaufwütigen hatten sich an der Glasscheibe
der Eingangstür vom Bürgerhaus die Nasen platt gedrückt, bis endlich
um Punkt 10 Uhr das Band durchschnitten und der Pfennigbasar eröffnet
wurde. Obwohl eigentlich keine Eile geboten war - die Tische brachen
förmlich unter der Last des üppigen Angebots zusammen -,. legten
einige übereifrige Kunden einen Spurt ein, um möglichst als Erste
im Saal zu sein. Jeder mit bestimmten Präferenzen. Die einen stürzten
sich auf Kleidung oder Küchenutensilien, andere auf Kinderspielsachen.
Noch während der ersten Verkaufswelle hatte eine junge Frau einer
vor der Tür "geparkten" Oma einen Plüschelefanten, Puppen
und Spielautos zur Bewachung gebracht, um sich sofort wieder ins
Getümmel zu stürzen.
Ein Mann aus Landau mit einer Scheußlichkeit von einer Wanduhr
im Arm wusste haarklein, was er mit dem guten Stück anfangen werde.
Alles, was er hier ergattert, wird er auf Flohmärkten wieder verhökern.
Einen Teil nimmt seine Tochter mit nach Paris, "wo 1970er-Jahre-Artikel
der Hit sind". Erst kürzlich hatte der Landauer in Mannheim
von dem Heidelberger Pfennigbasar erfahren. "Der ist viel besser
als der Mannheimer."
Tatsächlich haben die vielen freiwilligen Helfer wieder "viel
Kraft und Energie eingebracht und bis an den Rand der Leistungsfähigkeit
gearbeitet", betonte Präsidentin Gesänger. Die Unmengen von
Spenden zu sichten ist eine Sache. Sie entsprechend zu sortieren
eine andere. Selbst bei den Bergen von Büchern herrscht kein Chaos.
Sie sind fein säuberlich nach Sachgebieten geordnet.
Die amerikanische Clubpräsidentin Brigitte Bridges dankte besonders
der Heidelberger Bevölkerung und den Spendern aus den Umlandgemeinden
für ihre großzügige Unterstützung, ohne die der Pfennigbasar nicht
möglich wäre. Herbert Neuner, Hausmeister vom Bürgerhaus, galt ein
besonderer Dank für seine unermüdliche Hilfe sowie dem Stadtteilverein
und dem Augustinum.
Begrüßt wurden unter den Gästen neben den beiden Club-Ehrenpäsidentinnen
Gladys Fischer und Mary Ann Meigs zwei Geistliche aus Polen: Monsignore
Richard und Pater Darius aus Lyck (heute Elk) im ehemaligen ostpreußischen
Masuren. Denn, auch das war zu erfahren, weggeworfen wird nichts.
Alles, was auf dem Pfennigbasar nicht verkauft wird, bekommt in
diesem Jahr die Caritas in Polen zur Verteilung an Bedürftige.
Gäbe es für den Pfennigbasar olympische Medaillen, würde jeder
hier für jahrelangen Einsatz eine Goldmedaille bekommen, erklärte
Colonel Howard Butler von der "Community". Umweltbürgermeister
Dr. Eckart Würzner erkannte bei seinem ersten Besuch des Pfennigbasars
neben der sozialen Bedeutung unter dem Stichwort " Recycling"
einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz. Außerdem würdigte er den
gesellschaftlichen Aspekt der deutsch-amerikanischen Zusammenarbeit
als einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung.
ENZ vom 2.3.2002
Rückblick
auf den 53. Clubgeburtstag im Oktober 2001
Der diesjährige Clubgeburtstag fand in den wunderbaren Räumen
des Schlossrestaurants im Schwetzinger Schlosses statt. Schon der
Gang durch das imposante Portal und der Weg entlang der gepflegten
Gartenanlage stimmte uns auf einen besonderen Abend ein. Im Restaurant
waren die Tische festlich gedeckt und liebevoll von unseren Damen
passend zum Programm des Abends dekoriert.
Während des Sektempfangs unterhielt uns die Musikgruppe "Agua
Viva", gekleidet in Rokoko-Kostüme und gepuderte Perücken,
mit Barockmusik und bat uns mit einem Gesang aus der Zauberflöte
zu Tisch.
Wir genossen die schmackhaften Menüs und unterhielten uns
gut mit unseren Tischnachbarn. Bald stellte sich eine entspannte
und fröhliche Atmosphäre ein.
Nach dem Hauptgericht trat die Tanzgruppe "Danzatori
Palatini", ebenfalls in Rokoko-Kostüme und gepuderte Perücken
gekleidet, auf und führte uns in die Tänze an Hofe Carl Theodors
ein. Musikalisch wurden Sie von der wunderbar spielenden Gruppe
"Agua Viva" begleitet Die Grazie der Tänzer und besonders
der Tänzerinnen mit ihren weit ausladenden Röcken war wunderschön
anzusehen. Zum Finale wurden die Gäste gebeten, mit den "Danzatori
Palatini" eine Polonaise zu tanzen. Die meisten der Gästen
probierten es aus und es war ein Riesenspass, auch wenn wir es nicht
mit der Grazie der Tanzgruppe aufnehmen konnten.
Es war ein Freude an der Geburtstagsfeier teilgenommen zu haben
und dazu beigetragen zu haben neue Bekanntschaften im Deutsch-Amerikanischen
Frauenclub machen zu können oder alte aufgefrischt zu haben. Der
Abend war ein wundervoller Erfolg!
Busspende 1999
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| Beim Pfennigbasar
1999 konnten dem "Treffpunkt für Schädel-Hirn-Verletzte"
DM 10.000.-- für einen Bus übergeben werden |
as für eine wundervolle Stadt ist dieses „ Venedig des Nordens“ mit seiner großartigen Architektur and den glitzernden Wasseradern. St. Petersburg zeigte sich uns elf Besucherinnen der Literaturgruppe stolz in strahlendem
Sonnenschein.
Der Gedanke zu dieser Reise wurde geboren als Raissa Zelenko uns „ Eugen Onegin“ vorstellte und dazu Bilder Ihrer Heimatstadt St. Petersburg
zeigte.
Wir hatten eine gut organisierte Tour mit den ausgezeichneten Führerinnen Lara und Anne gebucht um die kulturell interessantesten Punkte zu sehen und Raissa hatte alle möglichen Nebenprogramme arrangiert und uns aufs Beste bemuttert. Vielen Dank
Raissa!
Wir hatten keinerlei Probleme und besuchten in der Innenstadt so phantastische Gebäude wie die Ermitage , die Isaac Kathedrale, das Russische Museum , die Admiralität , die Peter und Paul Kathedrale u.a. Eine Bootsfahrt auf der Neva und den vielen Kanälen war eine vergnügliche Einführung in die bauliche Anlage der Stadt. Am Stadtrand besuchten wir den Katherinen Palast mit ihrem gerade erst restaurierten Bernsteinzimmer und den Peterhof – den Palast Peters des Ersten mit seinen vielen hundert vergoldeten
Brunnen.
Eine Tagesexpedition nach Nowgorod, der ältesten Stadt Russlands mit ihren ruhigen weißen Kirchen und dem Kloster war eine angenehme Abwechslung vom goldenen Glanz der
Stadt.
Ein Muß war auch das klassische Ballet zu dem uns Raissa Karten für den „Nussknacker“ und „Schwansee“, zwei großartigen Aufführungen besorgt
hatte.
Die Eindrücke der Stadt – wilde Taxifahrten , der Klang singender Mönche , Ansichten von vergoldeten Gebäuden und wundervollen Kunstwerken werden lange in unserem Gedächtnis
bleiben.
Gillian Göritz
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